Das Problem
Im Schach gibt es drei Ausgänge: Sieg, Niederlage, Remis. Im MMA gibt es: KO, TKO, Submission, einstimmige Decision, geteilte Decision, Mehrheitsentscheidung, DQ, No Contest. Standard-Elo ignoriert das alles — jeder Sieg zählt gleich.
Aber sollte ein dominanter KO in Runde 1 genauso viel wert sein wie eine knappe Split Decision?
Finish-Bonus-Modell
K_effektiv = K × Methoden-Multiplikator KO/TKO in Runde 1: K × 1.25 (dominantester Sieg) KO/TKO späte Runde: K × 1.15 Submission: K × 1.10 Einstimmige Decision: K × 1.00 (Standard) Geteilte Decision: K × 0.90 (knapper Sieg) Split Decision: K × 0.85 (sehr knapp)
So gewinnt ein Fighter, der per First-Round-KO siegt, 47% mehr Rating-Punkte als einer, der per Split Decision gewinnt.
Warum keine Runden-Gewichtung?
Man könnte argumentieren: Ein Finish in Runde 1 ist beeindruckender als in Runde 5. Aber das hängt vom Kontext ab. Manchmal gehen Kämpfer bewusst spät — um den Gegner müde zu machen. Außerdem sind Runden-Daten bei Tapology nicht immer verfügbar.
Gewichtsklassen
Heavyweights haben höhere KO-Raten als Flyweights. Ohne Anpassung würden sie systematisch höhere Ratings bekommen. Zwei Lösungen:
- Separate Elo-Pools pro Gewichtsklasse (einfach, aber vergleichbar?)
- Peer-Comparison: Rating als Percentil innerhalb der Division anzeigen
Interaktiv: Wie viel ändert der Finish-Bonus?
Teste den ELO-Rechner — so siehst du, wie stark Rating-Unterschiede die Siegwahrscheinlichkeit verschieben:
Siegwahrscheinlichkeit
Borzsport-Lösung
Borzsport nutzt Standard-Elo ohne Methoden-Bonus, dafür mit dem mächtigen Peer-Comparison-System. Statt das Elo komplizierter zu machen, zeigen wir: “Dein Elo ist im 73. Percentil deiner Gewichtsklasse.”
Kernaussagen
- Finish-Bonus gewichtet Siege nach Dominanz
- Gewichtsklassen verzerren absolute Elo-Werte
- Borzsport setzt auf Peer-Comparison statt komplexes Elo
- Percentile geben Kontext ohne die Formel zu verkomplizieren