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StatistikDaten

Win Rate: Die beliebteste — und missverstandenste — Metrik

Borzsport Redaktion · Datenanalyse & Technologie20. März 20265 Min. Lesezeit

Die Formel

Win Rate = Siege / (Siege + Niederlagen) × 100%

Draws und No Contests werden NICHT gezählt.
Record 15-3-1 → Win Rate = 15/(15+3) = 83.3%

Schwachstellen

Sample Size Problem

Fighter A: 1-0 (100%) vs. Fighter B: 15-5 (75%). Wer ist besser? Unmöglich zu sagen! Bei 1 Fight sagt die Win Rate nichts aus. Erst ab ~10 Fights wird sie aussagekräftig.

Quality of Opposition

10-0 gegen Debütanten ist nicht dasselbe wie 10-0 gegen Top-10-Fighter. Die Win Rate kennt keinen Gegnerstärke-Kontext. Genau dafür gibt es Elo!

Keine Zeitdimension

Siege von 2019 zählen gleich wie Siege von 2024. Ein Fighter, der früher stark war und jetzt 5 in Folge verliert, hat immer noch eine “gute” Win Rate.

Methoden-Blindheit

Ein brutaler KO und eine knappe Split Decision sind in der Win Rate identisch. Deshalb gibt es die Finish Rate als Ergänzung.

Warum trotzdem unverzichtbar

Die Win Rate ist die universelle Sprache des Kampfsports. Fans, Trainer, Kämpfer — alle denken in Records. Borzsport ergänzt sie mit tieferen Metriken (Elo, Finish Rate, Fighter Score, Peer Comparison) statt sie zu ersetzen.

Interaktiv: Win Rate berechnen

Gib dein Record ein und sieh sofort Win Rate und Bewertung — plus Sample-Size Vergleich:

WIN RATE RECHNER
SIEGE (W)
NIEDERLAGEN (L)
UNENTSCHIEDEN (D)
Win Rate
83.3%
15/18
Kämpfe Gesamt
19
Elite
Sample-Size Vergleich
1-0 (100%)
Zu wenig Daten
4-1 (80%)
Noch unsicher
8-2 (80%)
Wird aussagekräftig
15-5 (75%)
Zuverlässig

Fazit

Finish Rate löst die Methoden-Blindheit (KO vs. Decision). Elo löst das Quality-of-Opposition-Problem. Zusammen ergeben sie ein viel vollständigeres Bild als Win Rate allein.